Was tun gegen Spliss? Diese Tipps machen Schluss mit der Haarspalterei!

Was tun gegen Spliss – Die besten Tipps, um Haarbruch vorzubeugen und zu bekämpfen

Es ist doch zum Haare raufen! Da lässt man seine Haare eine gefühlte Ewigkeit wachsen, hat endlich seine Traumlänge erreicht und dann das: Spliss! Einer der größten Albträume für schöne Wallemähnen, doch was kann man gegen Spliss tun? Wie Spliss entsteht, wie ihr ihm vorbeugen könnt und vor allem wie man ihn wieder los wird, verrate ich euch in meinen Beauty Tipps für schöne Haare:

Was tun gegen Spliss

Was ist Spliss?

Was Spliss ist, lässt sich leicht erklären: Es handelt sich hierbei im wahrsten Sinne des Wortes um Haarspalterei. Man spricht von Spliss, wenn die Haarspitzen sich aufspalten und ein Haar plötzlich zwei Enden hat. Das Haar ist trocken, die Haarspitzen kaputt und schon sehen unsere schönen Haare brüchig und glanzlos aus. Ein absolutes Beauty-Desaster!

Das Gefährliche an Spliss: Er bleibt nicht an den Spitzen. Einmal aufgespalten, zieht sich der zweite Strang bis nach oben hin und lässt unsere Spitzen dadurch immer dünner werden. Mit Spliss seine Haare schnell wachsen zu lassen ist leider ein Ding der Unmöglichkeit.

Wie entsteht Spliss?

Um die Ursachen von Spliss zu verstehen, muss man zunächst den Aufbau der Haarstruktur verstehen: Unser Haar lässt sich sehr gut mit einem Baumstamm vergleichen. Das Mark im Inneren wird von einem Cortex umgeben, der es beschützt wie die Rinde den Stamm. Der Cortex besteht aus klitzekleinen Strängen, die wiederum von einer schützenden Schuppenschicht umhüllt werden. Durch äußere Einflüsse wie Hitze oder chemische Substanzen wird diese Schutzschicht allerdings zerstört. Dadurch liegen die einzelnen Haarstränge frei und spalten sich nach oben hin auf.

So weit, so ärgerlich. Aber wodurch entsteht Spliss denn nun? Lästiger Haarspliss kann unterschiedliche Ursachen haben. Hauptgründe für die Haarspaltung sind thermische, mechanische oder chemische Belastungen der Haare, die die äußere Schutzschicht unserer Haare angreifen. Auslöser hierfür sind zu heiße Temperaturen beim Haare föhnen oder ein zu häufiger Gebrauch von Glätteisen, Lockenstab und Co. Chemisch belastet werden unsere Haare vor allem durch Haartönungen (Stichwort: Blondieren!) und Dauerwellen. Sowohl Hitze als auch chemische Belastungen rauben unseren Haare die Feuchtigkeit, wodurch sie austrocknen und empfindlicher auf Reibung reagieren.

Eine simple und daher umso ärgerlichere Ursache von Spliss liegt in der falschen Haarlänge: Schulterlange Haare neigen besonders oft zu Spliss, da die Haarspitzen dabei genau auf den Schultern bzw. am oberen Rücken aufstoßen. Durch die Reibung spalten sich die Spitzen.

Zu guter Letzt spielt unser Körper selbst wie bei vielen Beauty-Fragen auch hier eine große Rolle. Stress, hormonelle Veränderungen während der Schwangerschaft und eine einseitige Ernährung wirken sich negativ auf unsere Haarstruktur aus. Die Zauberformel lautet: Vitaminreiche Ernährung = Vitale und gesunde Haare!

Wie kann man Spliss vorbeugen?

Ist Spliss einmal entstanden, ist es sehr schwierig, den Schaden wieder zu beheben. Daher ist Vorbeugung das A und O für gesunde Haare. Wie ihr eure Haare am besten vor Spliss schützen könnt? Mit ganz viel Feuchtigkeit, dem richtigen Umgang mit Hitze und ein paar kleinen Kniffs beim täglichen Styling.

Trockene Haare richtig pflegen

Um Haare richtig zu pflegen und Spliss vorzubeugen, ist viel Feuchtigkeit unerlässlich. Trockene Haare sind sehr anfällig für Reibung und Hitzeschäden, wodurch sie sich schneller spalten als gesunde Haare. Verwendet regelmäßig eine Haarkur und sprüht eure Haare mit Feuchtigkeitssprays ein. Diese bekommt ihr in jeder Drogerie, beispielsweise von Guhl, aber auch Sprays mit Kokos- oder Arganöl versorgen eure Haare mit der nötigen Feuchtigkeit. Sie sind zwar etwas teurer, dafür riechen eure Haare dadurch herrlich!

Haare weniger waschen

Manchmal lauern Gefahren, wo wir sie am wenigsten erwarten – oder hättet ihr gedacht, dass zu häufiges Haare waschen die Schutzschicht eurer Haare angreift? Shampoos lösen die benötigte Fettschicht und greifen unsere Haare gleichzeitig mit Silikonen an. Daher gilt: Gepflegt aussehen ja, täglich Haare waschen nein. Je nach Beschaffenheit eurer Haare reicht es vollkommen aus, sie zwei- bis dreimal pro Woche zu waschen. Wichtig: Greift zu silikonfreien Shampoos!

Shampoos gegen Spliss

Wer von uns stand nicht schon einmal vor der riesigen Auswahl an Pflegeprodukten im Drogeriemarkt unseres Vertrauens und wusste vor lauter Produktvielfalt nicht, womit man seinen Haaren jetzt wirklich etwas Gutes tut und was nur rausgeschmissenes Geld wäre… Eins vorweg: Es gibt viele Shampoos, die wahre Wunder versprechen. Vorbeugung und Schutz der Haare sind mit dem richtigen Shampoo zum Glück möglich, doch den vielfach prophezeiten All-over-Repair-Effekt können sie leider nicht leisten.

Ihr könnt gerne zu Shampoos für strapazierte und trockene Haare ohne Silikone greifen, denn sie stärken die haareigene Schutzschicht und versiegeln sie im besten Fall. So schützt ihr eure Haare vor Spliss, doch bereits entstandene Haarspaltung können sie nicht ungeschehen machen.

Haare richtig trocknen

Der richtige Umgang mit Hitze ist entscheidend bei der Vorbeugung von Spliss – und das fängt schon beim vermeintlich harmlosen Haare trocknen an. Um eure Haare zu schützen, solltet ihr eure Haare nach dem Duschen sanft ausdrücken und in einem Turban zusammenwickeln. Grobes Rubbeln verbuchen eure Haare als Angriff!

Wenn ihr viel Zeit habt, ist Lufttrocknen die schonendste Variante, um eure Haare zu trocknen. Aber natürlich müsst ihr den Fön nicht ganz aus eurem Bad verbannen, um Spliss vorzubeugen! Lasst eure Haare vor dem Föhnen etwas antrocknen, greift dann zu einem Hitzeschutzspray und achtet darauf, dass ihr mit dem Fön nicht zu nahe an eure Haare kommt.

Was tun gegen Spliss

Feen-Tipp: Föhnt immer vom Ansatz nach unten, damit ihr eure Haare nicht zusätzlich aufraut.

Hitze vermeiden

Ob glatter Sleek-Look oder traumhafte Wellen: Stylinggeräte wie Glätteisen und Lockenstäbe gehören bei den meisten zur Beauty-Routine dazu. Aber Achtung: Wer eh schon trockenes Haar hat, sollte auf Glätteisen und Lockenstab so gut es geht verzichten. Um eure Haare vor der Hitze zu schützen (ein Glätteisen kann bis zu 200 Grad heiß werden) solltet ihr sie vor jeder Anwendung mit einem Hitzeschutzspray einsprühen.

Übrigens: Weniger ist mehr gilt auch für Stylingprodukte wie Haarspray, Gel und Schaumfestiger. Die darin enthaltenen Inhaltsstoffe strotzen meistens nur so vor Chemie, die unsere Haarstruktur angreift.

Die richtige Haarbürste verwenden

Wer hätte es gedacht: Die richtige Haarbürste kann den Unterschied machen! Haarbürsten mit Naturborsten und Kämme aus weichem Holz schonen unsere Haare, ganz im Gegensatz zu Metallbürsten, die sie noch zusätzlich angreifen.

Wie man Haare richtig bürstet? Wichtig hierbei ist, dass ihr eure Haare nicht im nassen Zustand bürstet, sondern behutsam kämmt. Nasse Haare sind empfindlicher, weshalb grobes Bürsten sie sehr schnell abbrechen lässt. Mit einem Holzkamm hingegen lassen sich die Knoten haarschonend entfernen.

Was tun gegen Spliss: Die richtige Haarbürste verwenden

Übrigens: Bei nassen Haaren kann man am besten erkennen, wie es um die Gesundheit der Haarspitzen steht. Kaputte Spitzen heben sich im nassen Zustand deutlich vom gesunden Haar ab.

Das richtige Kopfkissen nehmen

Aufgeraute Haare sind anfällig für Splissbildung. Und wann sind unsere Haare besonders viel Reibung ausgesetzt? Richtig, beim Schlafen! Die ganze Nacht lang drehen wir uns von einer Seite auf die andere und das müssen unsere Haare natürlich auch mitmachen. Ein rauer Kopfkissenbezug ist daher Gift für unsere Haarpracht. Daher gilt: Je weicher der Bezug (beispielsweise aus Seide), desto besser sind unsere Haare vor nächtlichen Strapazen geschützt!

Was tun gegen Spliss:
Die besten Tipps für die tägliche Haarpflege

Bad news for you: Hat sich Spliss einmal den Weg in eure Haare gebahnt, ist er nur sehr schwer wieder loszuwerden. Einen Wunderkleber für gespaltene Haarspitzen gibt es leider nicht, doch mit ein paar Maßnahmen könnt ihr den Schaden eindämmen und das Fortschreiten dieser verfluchten Haarspalterei verhindern.

Am effektivsten ist der Gang zum Friseur: Lasst eure Spitzen regelmäßig schneiden, dann hat beginnender Spliss keine Chance weiter nach oben zu ziehen. Was ihr sonst noch gegen Spliss tun könnt, zeige ich euch hier:

Schnitt mit der „Heißen Schere“

Viele Friseure bieten gegen Spliss eine Behandlung mit einer Spezialschere an, deren Klingen vor dem Schneiden erwärmt werden. Durch die Wärme werden die Haarspitzen versiegelt und können sich nicht mehr so leicht aufspalten. Diese Methode gegen Spliss ist erfolgsversprechend, allerdings nur bei regelmäßiger Anwendung.

Was tun gegen Spliss: Spliss Cut

Eine Alternative hierzu ist der sogenannte „Spliss Cut“. Hierfür werden einzelne Haarsträhnen gezwirbelt, sodass die kaputten und abgebrochenen Haarspitzen abstehen. So kann euer Friseur sie ganz leicht abschneiden.

Keratinbehandlung

Keratin – davon haben wir doch alle schon mal gehört, doch was ist Keratin eigentlich genau und warum ist es für gesunde Haare so wichtig? Keratine sind Proteine, die die Grundbausteine der Haarfasern bilden. Daher verspricht eine Keratinbehandlung beim Friseur 6 Monate Ruhe vor Spliss und Kraft für unsere Haare. Durch solch eine Behandlung mit einer keratinhaltigen Spezialflüssigkeit wird die Haarstruktur gestärkt und unsere Haare gleichzeitig sogar geglättet. Die gesund aussehende, glänzende Haarpracht ist mit Preisen zwischen 200 und 300 Euro allerdings nicht die billigste Methode gegen Spliss.

Hausmittel gegen Spliss

Wer kein Geld für eine Keratinbehandlung ausgeben möchte, der ist auch mit ein paar einfachen Hausmitteln gegen Spliss gut beraten. Haarkuren lassen sich beispielsweise mit Honig, Quark oder Eiern ganz leicht selbst herstellen.

Haarkur mit Honig

Honig ist nicht nur lecker, er versorgt unsere Haare auch zuverlässig mit wichtigen Nährstoffen und Feuchtigkeit. Eine Haarkur mit Honig ist eine natürliche Alternative zu handelsüblichen Conditionern und hervorragend geeignet für trockenes und strapaziertes Haar. Sie sorgt im Handumdrehen für eine glänzende, weiche Haarpracht!

Für die Haarkur mit Honig müsst ihr lediglich 2 EL Honig in 1 Liter Wasser geben und die Mischung nach dem Waschen in eure Haare einmassieren. Nach ein paar Minuten Einwirkzeit gründlich ausspülen und die Prozedur einmal wöchentlich wiederholen.

Haarkur mit Quark

Quark bewirkt nicht nur als Gesichtsmaske wahre Wunder, sondern ist auch für unsere Haare eine willkommene Erfrischung. Zerdrückt hierfür eine reife Banane mit einer Gabel und vermischt sie mit 100g Quark zu einer homogenen Masse. Massiert diese nun gut in eure Haare ein und lasst sie ca. 30 Minuten einwirken. Wichtig: Anschließend gründlich mit lauwarmen Wasser ausspülen und Quarkreste bei Bedarf noch einmal mit einem Shampoo auswaschen.

Haarkur mit Ei und Banane

Eier und Bananen vermischen? Was kulinarisch nicht so verlockend klingt, ist für unsere Haare eine Wohltat! Für eine Haarkur mit Eiern und Bananen braucht ihr 2 Eier, 1 Banane und 50cl Orangensaft. Schlagt das Ei auf und trennt dabei das Eigelb ab. Gebt das Eigelb in einen Mixer und vermischt es mit zerkleinerten Bananenstücken. Die nötige Flüssigkeit zum Mixen liefert der Orangensaft. Auch hier gilt: Die enstandene Masse ein paar Minuten einwirken lassen und dann gründlich ausspülen.

Kokosöl für die Haare

Kokosöl ist ein richtiges Allroundtalent der Haarpflege! Woran das liegt? Kokosöl spendet viel Feuchtigkeit und sorgt so dafür, dass die Haarstruktur wieder gesund und kraftvoll wirkt. Im Sommer könnt ihr eure Haare mit Kokosöl sogar vor UV-Strahlen schützen. Massiert das Öl einfach in eure Haarspitzen ein.

Natürlich lässt sich Kokosöl auch für Haarkuren verwenden. Hierbei gilt: Je länger die Kur in euren Haaren bleibt, desto effektiver und besser wird das Ergebnis. Viele Frauen schwören auf eine Kokosöl-Haarkur über die gesamte Nacht. Wichtig ist, dass ihr eure Haare vorher gründlich wascht. Massiert das Kokosöl dann in eure Haare ein und wickelt ein Handtuch drum. So haben eure Haare genug Zeit, um sich vollständig zu regenerieren und Feuchtigkeit zu tanken.

Was tun gegen Spliss: Kokosöl für die Haare

Zutaten für die Kokosöl-Haarkur

  • 3 EL Kokosöl
  • 1,5 EL Honig
  • 2 Eigelb
  • evtl. 5 Tropfen Rosmarinöl/Rosenöl

Ganz wichtig: Diese Haarkur muss mindestens 45 Minuten einwirken. Kalkuliert die Zeit vor eurer Haarwäsche ein.

Die Zubereitung:

Erhitzt das Kokosöl langsam für wenige Sekunden und mischt es dann mit dem Honig und den Eiern. Für einen besonders schönen Duft könnt ihr einige Tropfen Rosmarinöl hinzugeben. Die ätherischen Öle pflegen übrigens eure Kopfhaut.

Danach tragt ihr die Maske zügig auf eure Haare auf. Wickelt eure Haare in ein warmes Handtuch ein und lasst die Kur mindestens 45 Minuten bis zu 60 Minuten einwirken. Danach spült ihr die Kur gründlich mit Wasser aus. Wascht eure Haare anschließend wie gewohnt mit Shampoo und gegebenenfalls einem Conditioner.

Für den ultimativen Pflegeboost könnt ihr die Haarkur sogar über Nacht einwirken lassen. Legt aber ein Handtuch auf euer Kopfkissen! So erspart ihr euch eine ölige Sauerei.

Weitere spannende Fakten rund um Kokosöl für die Haare findet ihr hier: Kokosöl für die Haare: Mit diesen Beauty Tipps bekommt ihr strahlend schöne Haare!

Fazit

Was tun gegen Spliss? Na, da gibt es eine ganze Menge! Wenn ihr meine Beauty Tipps berücksichtigt, lässt sich Spliss ganz leicht vorbeugen und auch bei bereits bestehendem Haarbruch lässt sich der Schaden mit ein paar Tricks und Hausmitteln eindämmen.

Ich hoffe, mein Artikel hilft euch in Zukunft bei der Haarpflege und vielleicht probiert ihr die ein oder andere Haarkur ja mal selbst aus 😉

Eure Fee

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