Nachhaltigkeit im Kleiderschrank: 10 Tipps für mehr Umweltbewusstsein!

10 Tipps für mehr Nachhaltigkeit im Kleiderschrank

Nachhaltigkeit gehört zu den größten und wichtigsten Themen 2019. Fragen wie „Who made my clothes?“ lösen ganze Social Media-Bewegungen aus, weil sich immer mehr Menschen damit beschäftigen, wie sie ihr Leben umweltbewusster gestalten können. Fangen wir doch in unserem Zuhause an! Hier sind 10 Tipps für mehr Nachhaltigkeit im Kleiderschrank:

Der Hype um Nachhaltigkeit

Wir wussten es alle schon spätestens seit Al Gores „An Inconvenient Truth“, doch es musste erst die 16-jährige Greta Thunberg aus Schweden kommen, um für weltweites Aufsehen zu sorgen: Mit unserer Lebensweise zerstören wir die Natur und die Erde auf der wir seit Jahrzehnten leben Stück für Stück, weshalb wir unsere Gewohnheiten endlich ändern müssen! Umweltbewusstes Handeln kann man leicht in den Alltag einbauen, indem man weniger Essen wegschmeißt, den Müll trennt und sich bevorzugt mit dem Fahrrad fortbewegt. Doch auch die Modeindustrie wird im Hinblick auf Nachhaltigkeit immer aktiver, denn wenn jemand auf Trends gepolt ist, dann doch die Designer dieser Welt!

Umfrage: Sind wir bereit für mehr Nachhaltigkeit?

Nachhaltigkeit ja, aber dafür auf bequeme Verhaltensmuster verzichten? Mich interessiert eure Meinung! Worauf achtet ihr beim Kauf von Kleidung, Schuhen und Taschen am meisten? Spielen Nachhaltigkeit und faire Herstellung eine Rolle oder sind der Preis und gutes Ausssehen die ausschlaggebenden Argumente?

Macht bei meiner Umfrage mit!

„Who made my clothes?“

Wir lieben Shopping! Doch Nachhaltigkeit sollte auch für alle Fashiongirls eine Rolle spielen. Bei vielen hat das Umdenken schon begonnen und Fragen wie „Wo kommt meine Kleidung eigentlich her?“, „Unter welchen Arbeitsbedingungen wurde sie hergestellt?“ und „Wie fair wurden die Arbeiter dafür entlohnt?“ rücken immer mehr in das Bewusstsein der Öffentlichkeit. Passend dazu wurde der 24. April zum jährlichen Fashion Revolution Day auserkoren, an dem weltweit Social Media Kampagnen gestartet werden. Dieses Jahr beteiligten sich Menschen aus 68 Ländern an der Aktion und riefen Selfie-Kampagnen, Flashmobs und Events ins Leben, um für mehr Transparenz zu werben. Besonders auf Instagram hat sich #whomademyclothes wie ein Lauffeuer verbreitet, als zahlreiche User ihre Oberteile einfach mal auf links drehten und die Labels zeigten – made in Bangladesh, China, India.

➡ Hier findet ihr alle Infos zum Fashion Revolution Day

Ein Zeichen für faire Mode könnt ihr übrigens auch mit dem Hashtag #PushFairtrade setzen. Fotografiert euch dafür mit euren Lieblingskleidern, die fair produziert wurden, und macht die Modeindustrie darauf aufmerksam, dass ihr faire Kleidung wollt.

10 Tipps für Nachhaltigkeit im Kleiderschrank

Die Revolution beginnt im Kleiderschrank! Jeder von uns kann ohne großen Aufwand etwas für die Umwelt tun, wir müssen nur hier und da ein wenig umdenken. 10 einfache Tipps für den Alltag habe ich euch hier zusammengestellt:

1. Tipp für mehr Nachhaltigkeit im Kleiderschrank:
Wie oft werde ich das Kleidungstück tragen?

Brauche ich das wirklich? Und werde ich dieses Kleidungsstück genug lieben, um es länger als eine Saison zu tragen? Diese Frage solltet ihr euch vor jedem Kauf stellen. Livia Firth, Produzentin der Dokumentation „The True Cost – Der Preis der Mode“ hat 2017 die 30 Wears Challenge ins Leben gerufen:

Die Social Media-Kampagne ist ein Appell für ein bewussteres Shoppingverhalten, der dazu auffordert, sich vor jedem Kauf zu fragen „Werde ich dieses Teil mindestens 30 Mal tragen?“ Der Hashtag #30wearschallenge richtet sich seitdem gegen die Wegwerfkultur.

Neugierig auf die Dokumentation? Schnappt euch hier „The True Cost“ auf DVD!

2. Tipp für mehr Nachhaltigkeit im Kleiderschrank:
Qualität statt Quantität

Welchen Schluss wir aus der 30 Wears Challenge ziehen? Beim Kleiderkauf sollte das Credo Qualität statt Quantität gelten. Denn nur mit hochwertig verarbeiteten Kleidungsstücken hat man auch die Chance, sie wirklich mindestens 30 Mal zu tragen, ohne dass sie verwaschen, ausgeleiert oder löchrig werden. Natürlich kosten fair hergestellte, hochwertig verarbeitete Klamotten etwas mehr als Kleidung bei diversen Modeketten, doch das Ziel ist es, weniger zu kaufen, aber dafür in langlebige Stücke zu investieren.

Nachhaltiger Kleiderschrank

3. Tipp für mehr Nachhaltigkeit im Kleiderschrank:
Capsule Wardrobe

Schon gewusst: 60 Kleidungsstücke kaufen wir im Schnitt pro Jahr, das sind 5 Teile im Monat! Unsere neuen Schätzchen tragen wir allerdings über einen immer kürzer werdenden Zeitraum. Geshoppt, getragen, aussortiert – kein sehr nachhaltiger Trend!

Was ihr dagegen tun könnt? Setzt auf eine Capsule Wardrobe! Damit gemeint ist eine minimalistische Garderobe, die lediglich aus ein paar ausgewählten Kleidungsstücken besteht. Mit wenigen Kleidungsstücken auskommen, aber trotzdem immer wieder neue Kombinationen kreieren? Das geht, wenn ihr die richtigen Basics besitzt! Investiert in Klassiker, die das ganze Jahr über tragbar sind. Eine gut sitzende Blue Jeans, ein weißes T-Shirt oder eine Bluse, einen beigefarbenen Trenchcoat, das kleine Schwarze oder auch eine Lederjacke gehören auf jeden Fall zu den Allroundern, die auf jeden Fall in eurem Kleiderschrank hängen sollten.

Nachhaltigkeit im Kleiderschrank

➡ Erfahrt hier, welche Basics in euren Schrank gehören!

➡ Erfahrt hier, wie man Basics kombinieren kann!

4. Tipp für mehr Nachhaltigkeit im Kleiderschrank:
Kleidung pfleglich behandeln

Gute Pflege ist die halbe Miete! Das gilt sowohl für eure Kleidung als auch für euren Körper. Damit ihr auch wirklich dazu kommt, eure mit Bedacht ausgewählten Basics mindestens 30 Mal zu tragen, ist die richtige Pflege der Kleidung entscheidend. Je besser ihr sie behandelt, desto länger bleiben sie euch erhalten. Schon gewusst: Bei einem Kleidungsstück, dessen Lebensdauer ihr durch die richtige Pflege um 9 Monate verlängert, verringert sich dessen schädlicher Einfluss auf die Umwelt bereits um 20-30%!

Wie geht man mit Kleidung pfleglich um? Ein entscheidender Faktor hierbei ist die richtige Aufbewahrung der Kleidung: Greift zu Holz- oder Stoffbügeln statt zu Drahtbügeln. Die dünnen Drahtbügel sind zwar platzsparend, doch sie schaden eurer Kleidung und reißen im schlimmsten Fall Löcher in den Stoff.

Zu häufiges Waschen sorgt auch bei hochwertig verarbeiteten Kleidungsstücken irgendwann für einen Abnutzungseffekt, deshalb gilt: Nicht direkt nach jedem Tragen alles in die Waschmaschine schmeißen, manchmal hilft auch Lüften als schonende Alternative zur Waschmaschine! Beim Waschen selbst solltet ihr unbedingt die eingenähten Pflegeanleitungen beachten, um die QualitätPassform und Farbe eurer Kleidungsstücke möglichst lange zu erhalten.

5. Tipp für mehr Nachhaltigkeit im Kleiderschrank:
Vintage shoppen – Vintage verkaufen!

Kleidung wiederzuverwerten gehört zu den effektivsten Methoden für mehr Nachhaltigkeit im Kleiderschrank. Je mehr Kleidung wir in Second Hand Shops kaufen (und auch selbst wieder verkaufen), desto weniger Kleidungsstücke müssen neu hergestellt werden. Der jährliche Energieverbrauch von wichtigen Ressourcen wie Kohle und Wasser für neue Produktionen lässt sich so drastisch senken!

Coole Second Hand Shops gibt es mittlerweile in so gut wie jeder Stadt und auch die Online-Welt hat den Trend erkannt! Second Hand Plattformen erleben gerade einen echten Hype, besonders Designerkleidung lässt sich so günstig und umweltbewusst shoppen! Das sind die 3 besten Second Hand Shops auf einen Blick:

  1. Vestiaire Collective
  2. Vite en vogue
  3. Rebelle

Ihr wollt Second Hand shoppen und gleichzeitig eure Altkleider nachhaltig „entsorgen“? Dann nutzt eine der vielen Plattformen, um eure Kleidung dort zum Verkauf anzubieten. Geld für euch und jemand anderes freut sich garantiert noch über eure Kleider! Klickt hier, um alles über die bekanntesten Plattformen zu erfahren, über die ihr eure Kleidung online verkaufen könnt!

6. Tipp für mehr Nachhaltigkeit im Kleiderschrank:
Zweite Chance für kaputte Kleidungsstücke

Nachhaltigkeit bedeutet vor allem ein Umdenken im Umgang mit „kaputten“ Sachen. Die Liebe zu ihnen ist doch eigentlich zu groß, um sie leichthin wegzuschmeißen, oder? Dann gebt ihnen eine zweite Chance! Ob kaputte Reißverschlüsse, fiese Kaugummis im Stoff oder unansehnliches Pilling: Für jedes Problem gibt es eine Lösung! Reparieren statt wegschmeißen erspart nicht nur der Umwelt eine Menge Leid 😉

Hier habe ich die besten SOS Tipps auf einen Blick:

Kaputte Sneaker reparieren lassen

We ❤ Sneaker! Deshalb investieren wir auch gerne in unsere Lieblinge von angesagten Marken wie NIKE oder adidas. Da schmerzt es umso mehr, wenn die Sohle abgelaufen ist oder unschöne Macken das Design zerstören. Die Lieblingsschuhe einfach wegschmeißen? Kommt gar nicht in Frage! Das dachten sich auch die Gründer des Berliner Start-ups Ethletic: Das Schuhlabel bietet Fair-Trade-Sneaker an und bietet in Zusammenarbeit mit Sneaker Rescue einen Reparaturdienst speziell für Sneaker an. Wieso ihr auf diesen Service unbedingt zurückgreifen solltet? Jedes reparierte Paar Sneaker spart einen langen Transportweg aus Asien!

Klemmender Reißverschluss: Was tun?

Wer kennt es nicht: Man hat es morgens eilig mit dem Anziehen und dann klemmt mal wieder der Reißverschluss… Ärgerlich, doch das Problem könnt ihr in wenigen Sekunden mithilfe eines Bleistiftes lösen. Bemalt den verhakten Reißverschluss mit dem Bleistift, dann löst der im Stift enthaltende Grafit die klemmende Stelle und der Verschluss lässt sich wieder reibungslos öffnen und schließen 🙂

➡ Hier findet ihr weitere einfache Fashion Hacks

Kaugummi an der Schuhsohle

Einmal kurz nicht aufgepasst und schon ist es passiert: Man ist in ein ekliges Kaugummi getreten oder hat sich mit der Lieblingsjeans auf der Parkbank aus Versehen in eins hineingesetzt. Jetzt heißt es: Handeln! Kaugummis an Schuhsohlen und auf Stoffen sind sehr hartnäckig, doch ein Mittel wirkt besonders gut gegen die klebrige Masse: Kälte! Packt den betroffenen Schuh oder das Kleidungsstück in einen Plastikbeutel und drückt das Plastik für ein paar Sekunden fest gegen das Kaugummi, bis es daran haftet. Legt das Ganze jetzt für ein bis zwei Stunden ins Gefrierfach, bis das Kaugummi am Plastikbeutel festgefroren ist. Beim Entnehmen sollte es nun am Beutel kleben und nicht mehr an eurer Kleidung.

Falls ihr nicht genug Platz im Gefrierfach habt, könnt ihr alternativ Eiswürfel in einen Plastikbeutel geben und die Schuhe darauf legen. Sobald das Eis am Kaugummi festgefroren ist, könnt ihr es mit einem Buttermesser abkratzen.

➡ Hier findet ihr weitere geniale Schuh-Hacks

Deoflecken entfernen

Je wärmer es wird, desto mehr verlassen wir uns auf unser Deo. Doch Deo-Flecken am Rand unserer luftigen Tops sehen sehr unschön aus. Frische Flecken lassen sich zum Glück blitzschnell mit feuchten Baby- oder Gesichtsreinigungstüchern entfernen. Bei hartnäckigeren Flecken hilft nur noch Zitronensäure, die ein Allroundtalent für Fleckenentfernung ist und sowohl weiße, gelbe als auch stark verhärtete Flecken bekämpft. Testet diese Methoden unbedingt, dann könnt ihr eure Lieblingsoberteile noch eine ganze Zeit lang tragen!

Bei der Anwendung dieses Fashion Hack gilt: Safety first! Greift zu Spülhandschuhen, um eure Haut vor der ätzenden Säure zu schützen. Füllt dann eine große Schüssel mit 1 Liter Wasser, gebt 15 Gramm Zitronensäure-Pulver hinein (erhältlich in jeder Drogerie) und verrührt es solange, bis es sich komplett aufgelöst hat. Taucht dann euer Oberteil vollständig in die Lösung ein und lasst es für ca. 4 Stunden einwirken. Danach könnt ihr es ganz normal einmal in der Waschmaschine bei hoher Temperatur waschen und die Flecken sollten verschwunden sein. Aber Achtung: Bei Verzierungen wie Perlen oder Pailletten kann es passieren, dass sie sich durch die Säure verfärben. Probiert es in diesen Fällen erst einmal mit Essig.

➡ Hier findet ihr weitere Methoden, um Deo-Flecken zu entfernen

Pilling entfernen

Besonders im Winter ist Pilling ein großes Problem, das unsere Lieblingspullover unschön aussehen lässt. Erste Hilfe bei kleineren Knötchen, die nicht fest auf dem Stoff aufliegen und sich hin- und her bewegen lassen, könnt ihr mit einer herkömmlichen Fusselrolle leisten. Fahrt dafür mit der Rolle über die betroffene Stelle, dann sollten vor allem grobe Knäuel daran kleben bleiben. Praktische Fusselrollen gibt es übrigens auch im Miniformat für die Handtasche, damit ihr unterwegs gar nicht erst in Versuchung kommt, die Knoten einfach abzuzupfen 😉

Wenn die Fusselrolle noch keine Abhilfe schafft, solltet ihr zu Stufe 2 übergehen: Dem Pilling-Kamm! Er wurde extra für dieses spezielle textile Problem entwickelt und kämpft selbst gegen hartnäckiges Pilling erfolgreich an. Doch Achtung bei der Anwendung: Nicht mit Gewalt an die Sache herangehen, damit die Fasern durch zu starkes Aufdrücken nicht beschädigt oder weiter gelockert werden.

➡ Hier findet ihr weitere Methoden, um Pilling zu entfernen

7. Tipp für mehr Nachhaltigkeit im Kleiderschrank:
Der richtige Umgang mit Fehlkäufen

Es ist uns allen schon einmal passiert: Im Laden haben wir uns auf den ersten Blick in dieses eine Oberteil oder Kleid verliebt, wir müssen es dann einfach kaufen! Doch die Tage und Wochen vergehen und wir ziehen es nicht ein einziges Mal an. Der Schnitt ist doch nicht soo vorteilhaft, das Muster ist zu großflächig und eigentlich passt die Farbe gar nicht so zum eigenen Stil. Die Folge? Die Kleidung landet ungetragen in der Altkleidersammlung oder schlimmer noch – im Müll! Umweltbewusstes Shoppen geht natürlich anders.

Wie ihr Fehlkäufe vermeiden könnt? Behaltet beim Shoppen immer die 30 Wears Challenge im Kopf und fragt euch: Steht mir der Schnitt wirklich und brauche ich das zehnte Oberteil in Schwarz? Ich weiß, Shoppen und Vernunft sind schwer zu vereinen, wenn man von schönen Sachen umgeben ist, doch impulsive Käufe enden oft mit einer Pleite. Das Gleiche gilt für Spontan- und Frustkäufe.

Nachhaltigkeit im Kleiderschrank

Außerdem solltet ihr immer für die Figur shoppen, die ihr aktuell habt. Wer kennt es nicht: Die Hose kneift zwar etwas, aber man wollte sie doch schon immer haben. Ich nehme einfach vorher noch etwas ab. Ah ja… Jeder weiß, was wirklich passiert 😉 Man zieht die Hose niemals an, weil man dieses eine bestimmte Pölsterchen doch einfach nicht loswird. Die Hose ist da, man trägt sie nie und das Geld ist weg. Um solche Fehlkäufe vermeiden zu können, solltet ihr immer die richtige Größe kaufen. Egal, ob bei Hosen, Oberteilen, Kleidern oder Schuhen. Keiner hat was davon, wenn diese Sache das Licht außerhalb des Kleiderschrankes einfach nie erblicken und ihr nur immer mehr kauft.

➡ Hier findet ihr weitere Tipps, um Fehlkäufe zu vermeiden

Manchmal passiert es aber trotz aller Vernunft beim Shoppen und es landet mal wieder ein Fehlkauf im Schrank. Doch Hopfen und Malz sind jetzt nicht automatisch verloren – viele Kleidungsstücke kann man mit ein paar einfachen Handgriffen zu etwas richtig coolem umstylen. Das Stichwort lautet Upcycling! Auf youtube und Pinterest findet ihr viele Inspirationen, was ihr aus eurer Kleidung noch rausholen könnt. Dabei entstehen echte Unikate, mit denen sonst garantiert keiner herumläuft!

8. Tipp für mehr Nachhaltigkeit im Kleiderschrank:
Auf nachhaltige Materialien setzen

Naturmaterialien spielen bei neuen Kollektionen großer Marken wie H&M eine immer größere Rolle. Ein weiterer Pluspunkt für Naturmaterialien ist übrigens ihre Atmungsaktivität: Kleidung aus Baumwolle und Leinen sind deutlich anfälliger für unschöne Schweißflecken als ihre Pendants aus synthetischen Fasern. Die coolsten Innovationen im Bereich „Nachhaltige Materialien“ habe ich hier auf einen Blick zusammengefasst:

Lyocell

Bei Lyocell handelt es sich um eine Faser, die aus Eukalyptusholz gewonnen wird. Das Material ist somit biologisch abbaubar und die Produktion sogar FSC-zertifiziert, was bedeutet, dass bei der Produktion eine nachhaltige Waldbewirtschaft garantiert wird. Da Eukalyptusholz ein natürlicher Rohstoff ist, werden für die Herstellung von Lyocell deutlich weniger Chemikalien, Wasser und Energie benötigt wie zum Beispiel für Kleidung aus Viskose. Weiterer Pluspunkt: Lyocell ist ideal für Outfits bei Hitze!

Nachhaltige Seide

Nachhaltige Mode kann auch exklusiv sein! Auch hochwertige Stoffe wie Seide können umweltfreundlich gewonnen werden, allerdings hat das auch ihren Preis. Nachhaltige Seide entsteht aus den Proteinfasern der Kokons der Seidenraupe. Klingt erstmal seltsam, ist dafür aber biologisch abbaubar und ihr könntet eure Altkleider sogar auf einem normalen Kompost entsorgen. Pluspunkt für die umweltbewusste Seide: Im Sommer lassen sich Kleider aus dem zarten Material besonders angenehm tragen!

Materialien auf Pflanzenbasis

Der schwedische Moderiese H&M setzt immer mehr auf seine beliebte Conscious-Kollektion und ist stetig auf der Suche nach nachhaltigen Materialien. Für die Frühjahr/Sommerkollektion 2019 setzt H&M auf verschiedenste Alternativen zu chemischen Stoffen, darunter Piñatex (eine Lederalternative aus Ananasblättern), Orange Fibre (ein seidenähnlicher Stoff aus Zitrusnebenprodukten) und Bloom Foam (ein auf Algenbiomasse basierender Schaumstoff). Zusätzlich werden recyceltes Polyester, Bio-Baumwolle, Lyocell und sogar recyceltes Glas und Silber verarbeitet. Wie Designs mit solch außergewöhnlichen Materialien aussehen? Werft hier einen Blick auf die aktuelle H&M Conscious Kollektion!

9. Tipp für mehr Nachhaltigkeit im Kleiderschrank:
Kleidung für besondere Anlässe mieten

Kleider mieten – das geht? Von Autos kennen wir das, aber bei Kleidern ist das auf den ersten Blick schwer vorstellbar. Doch so kurios es klingt: Es ist eine fantastische Alternative zum Kleider kaufen, besonders wenn es um festliche Anlässe geht! Für Anlässe wie die Hochzeit unserer besten Freundin, Taufen, Konfirmationen oder Beerdigungen brauchen wir natürlich ein Outfit, das nicht unserer Alltagsgarderobe entspricht, und wollen uns auch mal richtig aufbrezeln. Doch müssen wir das dann wirklich besitzen?

Nach der Party verschwindet das neu ergatterte Kleid mit hoher Wahrscheinlichkeit in der hintersten Ecke des Kleiderschranks. Das muss doch nicht sein! Es ist nicht nur schade um das Kleid, sondern auch um das Geld und den Platz in eurem Kleiderschrank. Die perfekte Alternative: Kleider mieten. Einen Abend toll aussehen, einen Bruchteil des Geldes ausgeben und das gute Stück danach einfach zurückbringen. So bleibt Platz in eurem Schrank für die Kleider, die ihr wirklich regelmäßig tragt!

Nachhaltiger Kleiderschrank

Noch leben wir in einer Wegwerf-Gesellschaft und entsorgen leichtfertig unsere erkauften Kleidungsstücke, sobald sie uns nicht mehr gefallen. Doch das Umdenken hat begonnen und Alternativen werden gesucht. Recycling und das Verbot von Plastikstrohhalmen sind gute Schritte in die richtige Richtung, doch noch viel effektiver als Müll zu recyceln ist es, von vorneherein weniger zu produzieren. Das gilt auch für Kleidung! Jeder kann seinen Beitrag dazu leisten, denn Kleider online mieten ist ganz einfach. So könnt ihr in verschiedenen Online-Shops nicht nur wunderschöne Abendgarderobe, sondern auch alltägliche Kleidungsstücke ausleihen. Eine preiswerte Alternative zum Kaufen und Wegschmeißen. Mit gemieteter Mode können wir vielleicht erreichen, dass wir bewusster mit Bekleidung umgehen.

In Deutschland wird der Trend rund um gemietete Kleider immer größer und so gibt es mittlerweile ein paar Online-Shops, die diesen tollen Service anbieten. Dazu gehören Chic by Choice, Dresscoded und Myonbelle. Kleidung per Flatrate leihen? Hier findet ihr alle wichtigen Tipps, wie und wo ihr Kleider mieten könnt.

10. Tipp für mehr Nachhaltigkeit im Kleiderschrank:
Nachhaltige und stylische Labels entdecken

Nachhaltige Mode wird mit umweltfreundlichen Herstellungsverfahren, nachhaltiger Produktion und fairen Arbeitsbedingungen verbunden. Wenn die Kleidung dann noch stylisch ist, können wir doch gar nicht anders, als die Umwelt zu unterstützen, oder? Denn bei aller Liebe zu unserem Planeten – gut aussehen wollen ja trotzdem! Deshalb verrate ich euch jetzt, welche Labels ihr unbedingt auf eure Shopping Wishlist aufnehmen solltet!

Stella McCartney ist im Bereich Nachhaltigkeit Vorreiterin, wenn es um nachhaltige Designerkleidung geht. Mit dem Satz „Nachhaltigkeit liegt in meiner DNA“ begründete sie einst schlicht, warum sie von Anfang an und entgegen der bisherigen Standards im Segment High Fashion auf umweltbewusste und auch vegane Mode setzte.

➡ Hier kommt ihr direkt zu den Styles von Stella McCartney

Auch das Kölner Label Armedangels steht für fair produzierte Basic Kleidung ohne Chemie. Die zeitlosen Designs begleiten uns unabhängig von wechselnden Trends über Jahre hinweg, sie werden aus nachhaltigen Materialien hergestellt und sind frei von Giftstoffen.

➡ Hier kommt ihr direkt zu den Styles von Armedangels

Weitere Geheimtipps der Stars habe ich natürlich auch noch für euch auf Lager! Neu-Mama Meghan Markle schwört auf die fair produzierten Sneaker von Veja, während Emma Watson die Designs von Simon Miller und TOME liebt. Vielleicht ist ja auch euer neues Lieblingslabel darunter!

Online-Shops mit nachhaltiger Mode

Nachhaltig shoppen können wir aber auch in unseren Lieblingsshops, denn immer mehr setzen haben mittlerweile die Kategorie „Nachhaltigkeit“. In diesen Shops könnt ihr mit besonders gutem Gewissen zuschlagen:

  1. H&M: Die Conscious Kollektion ist nachhaltig und stylisch!
  2. Mango: Kennt ihr schon Committed, die nachhaltige Kollektion von Mango?
  3. Ulla Popken: Nachhaltige Mode aus Naturfasern für kurvige Frauen bietet die Kollektion „PURE“
  4. OTTO: Auch der Versandriese setzt auf nachhaltige Mode!
  5. Bonprix setzt ebenfalls auf nachhaltige Produkte
Nachhaltiger Kleiderschrank

Geheimtipps gesucht? Dann ab in diese Online-Shops:

  1. Wunderwerk: Ökologisch produzierte und stylische Kollektionen
  2. Avocadostore: Der größte deutsche Online-Marktplatz für Eco Fashion und Green Lifestyle
  3. Loveco: Fair Fashion made in Berlin
  4. Greenality: Fair Trade und Bio Kleidung für Sie und Ihn

Letzter Tipp für mehr Nachhaltigkeit beim Shoppen: Online-Shopping ist bequem und man hat soo eine große Auswahl an Klamotten, da bestellt man schnell mal das ein oder andere Kleidungsstück zu viel. Doch auch hier könnt ihr der Umwelt einen Gefallen tun: Bestellt nur das, von dem ihr euch wirklich vorstellen könnt, es auch zu behalten. Laut einer aktuellen Studie geht jede 6. Bestellung zurück an den Shop, was natürlich auch ein erhöhtes Transportaufkommen und somit CO2 verursacht.

Fazit

Nachhaltigkeit im Kleiderschrank ist wichtig, dabei geht es vor allem darum, bewusster zu shoppen. So landen nur noch Kleidungsstücke in unseren Schränken, die wir dort wirklich haben möchten und gerne so lange wie möglich tragen. So macht Mode doch auch viel mehr Spaß und auch die Umwelt freut sich über unsere stylischen Looks!

Eure Fee

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