Die besten nachhaltigen Modelabels und Alternativen zu Fast Fashion auf einen Blick!

Nachhaltige Modelabels – Die Zukunft der Bekleidungsindustrie?

Na, im letzten Strandurlaub auch Unmengen an Plastiktüten im Meer und leere Dosen im Sand entdeckt und über die Unachtsamkeit einiger Mitbürger dieses Planeten geärgert? Schließlich liegt UNS die Umwelt noch am Herzen! Wir verzichten auf Fleisch, präferieren Jutebeutel und trennen vorbildlich den Müll. Doch auf Kompromisse während ausschweifender Shoppingtouren eingehen? Schwierig, aber machbar! Denn mittlerweile legt die Fashion-Branche ihren Fokus vermehrt auf Nachhaltigkeit und bietet euch unzählige Alternativen, um die Fast Fashion zu entschleunigen.

Was zeichnet nachhaltige Mode aus?

In der Herstellung werden erhöhte soziale und ökologische Grundsätze beachtet! An vorderster Stelle stehen faire Arbeitsbedingungen (für Mensch und Tier) sowie die Nutzung umweltfreundlicher Materialien wie Bio-Baumwolle, Bambus, Hanf, Bio-Wolle oder Peace Silk (vegetarische Seide). Auf tierische Produkte wie beispielsweise Seide, Leder oder Wolle wird zwar nicht immer verzichtet, bei deren Verwendung jedoch Wert auf eine artgerechte Haltung gelegt. Weitere Aspekte der sogenannten Eco Fashion bilden außerdem die Eindämmung der Ressourcenverschwendung und der Verzicht auf schädliche Chemikalien.

Bereits bestehende Produkte werden in Upcycling-Prozessen aufgewertet und anschließend weiterverkauft. Wusstet ihr eigentlich, dass sogar Second Hand für Nachhaltigkeit steht? Die Devise „Weitergeben, statt wegwerfen“ sorgt nämlich für weniger Müllentstehung.

Nachhaltige Mode im Überblick:

  • Nutzung umweltfreundlicher Stoffe
  • Eindämmung von Ressourcenverschwendung
  • Verzicht auf schädliche Chemikalien
  • Faire Arbeitsbedingungen
  • Textilgewinnung durch Upcycling

Diese Modelabels setzen auf Nachhaltigkeit

Informieren statt verschleiern: Nachhaltige Modelabels agieren transparent! Sie legen (größtenteils) offen, welche Herstellungsmethoden und Produktionsstätten sie nutzen oder von wem sie ihre Rohstoffe beziehen. Den Informationen sind teilweise sogar eigene Kategorien und Reiter in den Online Shops gewidmet. Die hart arbeitenden Mitarbeiter entlang der Wertschöpfungskette werden uns oftmals in persönlichen Interviews präsentiert. So fließen nicht nur das Design und der Endpreis, sondern auch „die Menschen hinter dem Kleidungsstück“ in unsere Kaufentscheidung mit ein.

ARMEDANGELS

Eine der bekanntesten nachhaltigen Marken, deren Styles sogar schon in großen Modemagazinen gefeatured wurden. Seinen Fokus legt das deutsche Unternehmen unter anderem auf unser liebstes Kleidungsstück: Die Jeans! Details wie Waschungen oder Aufhellungen werden mit neuen Laser- und Ozonwaschtechnologien herstellt, die ganz ohne Chlor auskommen. So wird nicht nur Energie, sondern auch Wasser gespart. ARMEDANGELS setzt sich außerdem für den Bestand der Bienenpopulation ein. Diese spielen eine wichtige Rolle in der Baumwollproduktion!

 

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Dedicated

Kratzige Filzpullover und Jesus-Latschen: Das Bild nachhaltiger Mode glich lange einer farblosen Leinwand. Endlich Farbe ins Spiel brachte das Label Dedicated! Die moderne Streetwear mit Statement-Sprüchen, Film-Logos und meme-lastigen Tiermotiven begeistert besonders eine jüngere Zielgruppe für mehr Nachhaltigkeit. Von hipper Bademode mit Bananenmotiv bis hin zu lässigen Oversize-Shirts mit E.T.-Aufdruck: Dedicated steht für fair herstellte Designs mit Kult-Potenzial! Die Kleidungsstücke werden allesamt aus Bio-Baumwolle gefertigt, die eine umweltfreundliche Alternative der Bewirtschaftung darstellt.

 

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TOMS

Das aus einer Argentienreise entstandene Unternehmen TOMS verfährt nach dem “One for One”-Prinzip: Pro verkaufte Einheit an Schuhen, Sonnenbrillen oder Kaffeepäckchen werden Augenoperationen finanziert sowie Brillen oder Schuhe in Dritte Welt und wirtschaftsschwache Länder gespendet. Gründer Blake Mycoskie setzte sich zum Ziel, Konsumverhalten mit sozialem Engagement zu verknüpfen. Die Marke verzichtet zwar nicht komplett auf tierische Rohstoffe, bietet jedoch in ihren veganen Kollektionen zahlreiche Alternativen. Besonders beliebt sind die farbenfrohen Espadrilles des Labels, in denen nicht nur Stars und Blogger regelmäßig abgelichtet werden!

 

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People Tree

Kleidung, der durch traditionelle Handarbeit wie Stricken, Weben sowie Stickerei und unter Nutzung technischer Verfahren erstmals Leben eingehaucht wird – dafür steht das nachhaltige Label People Tree. Die erste GOTS-zertifizierte Organisation (Globaler Standard für ökologische Textilien) achtet seit über 20 Jahren auf faire Arbeitsbedingungen innerhalb der gesamten Wertschöpfungskette. Die meisten Rohstoffe werden durch lokale Lieferanten bezogen und die Endprodukte ausschließlich mit Schiffen importiert, um den CO2-Ausstoß zu verringern. Im Shop könnt ihr klassische Schnitte und Muster entdecken, die mit modernen Twists versehen sind.

 

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Sandqvist

Das Haus ohne Tasche verlassen? Niemals! Morgens schnell ins Büro, mittags zum Lunch mit Freundinnen und abends die Lieblingsband auf einem Konzert feiern – diese Tage erfordern bewegliche Kleiderschränke, Supermärkte und Beautyecken im Miniaturformat. Zusammengefasst, ein Modell, das uns ein geräumiges Innenleben bietet! Das schwedische Label Sandqvist erkannte diese Problematik und machte es sich zur Aufgabe, robuste Rucksäcke und Taschen nachhaltig herzustellen. Im Sortiment lassen sich schnörkellose Designs finden, denen durch individuelle Materialmixe und Unisex-Details ein echter Großstadt-Flair unterliegt. Das Unternehmen bietet in seinem Flagship-Store in Stockholm außerdem einen Repair-Service sowie den Verkauf von Second Hand Modellen an.

 

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Skunkfunk

Die Brand steht für verspielten Casual Chic, der in zwei Kollektionen pro Jahr aufgearbeitet und neu interpretiert wird. Neben einer diversen und nachhaltigen Produktpalette, bietet euch der Shop mithilfe des SKFK Circular Closets eine tolle Möglichkeit Fehlkäufen und Shopping-Exzessen vorzubeugen. Das rent your style-Prinzip funktioniert folgendermaßen: Wählt ganze Outfits (zum vollen Preis), die jeweils aus 3 Teilen bestehen. Diese könnt ihr nun einen ganzen Monat euer Eigen nennen. Nach Ablauf der Frist schickt ihr die Kleidungsstücke an Skunkfunk zurück. Sie werden dann in einer französischen Wäscherei gereinigt und anschließend an eine neue Trägerin verschickt. Genial, oder?

 

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JAN ‘N JUNE

Genie in a bottle: Das nachhaltige Modelabel zaubert seine Kleidungsstücke und Accessoires unter anderem aus alten PET-Flaschen. Diese werden in einer externen Produktionstätte zunächst gepresst und eingeschmolzen. Im Anschluss werden Fasern entnommen, die zur Herstellung der JAN ‘N JUNE-Designs genutzt werden. Pff, das Gefühl von Plastik auf der Haut? Nein, danke! Wer jetzt an starren Tragekomfort glaubt, der irrt! Die Fasern fügen sich nämlich zu einer hochwertigen und seidenartigen Struktur zusammen, die sich in weichen und luftdurchlässigen Halstüchern, Haarbändern und Scrunchies äußert.

 

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The Slow Label

Ausgiebigen Konsum in Form von Schrankleichen sucht man bei der österreichischen Bloggerin Anna-Laura Kummer mittlerweile vergeblich. Die Influencerin beschäftigt sich seit Jahren persönlich und auf ihrem Blog (annalaurakummer.com) mit veganer Ernährung und fairen Alternativen zur Fast Fashion. Kein Wunder also, dass The Slow Label ganz im Zeichen ihres persönlichen Anliegens für eine nachhaltigere Einstellung innerhalb der Gesellschaft steht. Das in diesem Jahr gelaunte Label bietet daher urbane Hoodies, Shirts und Sportbekleidung, die ihr ganz ohne schlechtes Gewissen in eure Outfits integrieren könnt!

 

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Kerbholz

Ganz schön was auf dem Kerbholz: Dieses Redewendung ist beim nachhaltigen Label, das Uhren, Schmuck und Sonnenbrillen aus Holz, Acetat, Schiefer und Marmor herstellt, Gesetz! Der Fair Fashion-Verfechter überzeugt nicht nur mit wunderschönen und individuell gefertigten Produkten, sondern auch seinem eigens gegründeten Verein Designing to Sustain, der 10% des Unternehmensgewinns an ausgewählte Projekte wie Ocean Clean-Up spendet. Mit dem Erwerb einer Kerbholz-Uhr unterstützt ihr die Plant-for-the-Planet-Aktion, die pro Kauf einen Baum pflanzt. Markenkern bildet das Ziel, einen bewussteren Umgang mit den Ressourcen dieses Planeten zu schaffen.

 

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Wunderwerk

„Wunder gibt es immer wieder…“ Das erkannte nicht nur Schlagerlegende Katja Ebstein, sondern auch das Label Wunderwerk, das im Jahr 2013 den Kampf gegen unfaire Arbeitsbedingungen und Umweltverschmutzung aufnahm. Den beiden Gründern, die jeweils schon für große Modeketten tätig waren, ist die unschöne Kehrseite der Fast Fashion nämlich wohlbekannt. Dennoch richtet das Unternehmen seinen Fokus nicht auf die nachhaltige Umsetzung, sondern die skandinavisch angehauchte Produktpalette aus. Sie wollen keiner Sparte angehören, sondern sich mit ebenbürtigen Gegenspielern des Modezirkusses messen.

 

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Nachhaltige Modelinien von Ketten und Designerlables

Vor nicht allzu langer Zeit war der Begriff Fast Fashion nicht negativ, sondern positiv behaftet. Die aktuellste Mode zu kleinen Preisen zu besitzen, glich keiner Sünde, sondern einem echten Privileg. Auch wenn viele Textilfirmen heutzutage noch weit davon entfernt sind, nachhaltig zu produzieren, findet in den Headquarters großer Modeketten so langsam aber sicher das nötige Umdenken statt. Aufgrund dessen werden immer mehr nachhaltige Kollektionen, wie diese hier, in das gängige Sortiment implementiert.

C&A: Nachhaltigere Mode

Unter dem Hashtag WEAR THE CHANGE plädiert das Unternehmen für eine ökologische Denkweise. In der nachhaltigeren Kollektion werden recyclete Faserquellen wie Bio-Baumwolle und chromfreies Leder genutzt. C&A reiht sich mit seinem Partnerprogramm „We take it back“ zudem in den Textil-Upcycling-Prozess ein.

nachhaltige Modelabels

MANGO Committed

Trendgespür trifft auf Umweltbewusstsein! Der spanische Fashion-Riese verpflichtet sich in seiner Committed Kollektion für die Nutzung ökologischer Stoffe. Die naturbelassene Farbwahl der modernen Designs rundet die nachhaltigen Looks par excellence ab.

nachhaltige Modelabels

Manolo Blahnik

Sogar der Gott des luxuriösen Schuhwerks macht mal Ökomode! Was zunächst nach purer Blasphemie klingt, stellt sich als Kollektion heraus, auf die selbst Carrie Bradshaw ein Auge werfen würde. Die „grünen“ Treter aus Fischresten und Kork wurden bereits 2011 in Kollaboration mit Designerin Marcia Patmos gelauncht und sind mittlerweile beliebte Sammlerstücke.

Stella McCartney

Die Tierschutzaktivistin bewies schon früh, dass Materialien wie Pelz oder Leder nicht zwingend notwendig sind, um luxuriöse High Fashion herzustellen. Kein Wunder also, dass nachhaltige Stoffe und faire Arbeitsbedingungen bei ihr großen Anklang finden.

 

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Second Hand Alternativen

Designer Vintage Shops:

VIDE DRESSINGVestiaire Collective und Vite EnVogue wollen die Konsumgesellschaft aufrütteln. Die Vintage Shops sind Teil eines geschlossenen Textilkreislaufs, denn alte Kleidung wird nicht aussortiert und in den Müll verfrachtet, sondern weitergenutzt. Im Sortiment lassen sich Luxusprodukte namhafter Designerlabels wie Chanel, Diane von Fürstenberg, Armani, Fendi oder Hugo Boss zu einem Bruchteils des Originalspreises finden. Wer sich also modische Einzelstücke mit Geschichte wünscht, ist in diesen Shops genau richtig!

nachhaltige Modelabels

Ihr sucht ein ganz bestimmtes Designerteil? Dann schaut bei CATCHYS vorbei! Die virtuelle Suchmaschine für Second Hand Designer Fashion lässt euch in in Sekundenschnelle wissen, in welchem Online Shop es sich derzeit befindet.

Second Hand Plattformen:  

Hand auf’s Herz, wie viele Kleidungstücke, Schuhe und Accessoires, die sich in eurem Besitz befinden, tragt ihr wirklich? Die ehrliche Antwort ist meist erschreckend! Doch Second Hand Plattformen wie Kleiderkreisel, Shpock oder Mädchenflohmarkt können Abhilfe schaffen. Einfach Fotos hochladen, eine Beschreibung des Zustandes, Produktdetails und Preisvorstellungen angeben, schon macht sich der ungeliebte Fehlkauf auf die Suche nach einer neuen Besitzerin. Alternativ könnt ihr Tauschpartys veranstalten: Freundinnen einladen, Kleidung, Schuhe und Accessoires untereinander wechseln und die Feier ohne Altlasten wieder verlassen.

Selbst der größte Kleiderschrank der Welt hat irgendwann genug vom sinnlosen Konsum. So rudert ASOS jetzt nicht nur mit einer Eco Fashion-Kategorie, sondern auch seinem Second Hand Marketplace ein Stück zurück!

nachhaltige Modelabels

Wo könnt ihr nachhaltige Mode sonst noch kaufen?

Online Shops wie Avocado Store, Greenality oder faircouture bieten euch Styles nachhaltiger Fashion Brands, die strengen Kriterien standhalten müssen. Die grüne Mode erfreut sich jedoch nicht nur immer größer werdender Beliebtheit, sondern auch Auswahl! Statt in den üblichen Fast Fashion-Shops, solltet ihr bei Bedarf also unbedingt in diesen Stores vorbeischauen.

 

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Selbst virtuelle Shops, die sich auf Luxusmarken spezialisieren, widmen der Nachhaltigkeit mittlerweile ganze Kategorien. So könnt ihr in der Net-a-sustain-Kampagne von Net-a-porter ausgewählte Teile shoppen, die unter Beachtung bestimmter Kriterien wie nachhaltige Materialien, umweltschonende Herstellung oder weniger Abfall von Net-a-porter als nachhaltig einstuft werden.

Fazit

In Zeiten des (drohenden) Klimawandels und der Fridays For Future-Bewegung müssen wir uns eingestehen, dass wir mit unserem oftmals gewissenlosem Konsumverhalten einiges verbockt haben! Doch es ist nie zu spät, an seine Vernunft zu appellieren und sich dem neuen Leitfaden der Modeindustrie anzuschließen. Dass die umweltbewusste Mode der Fast Fashion in nichts nachsteht, haben die nachhaltigen Brands zudem eindrucksvoll bewiesen.

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